Richstein

50.9858333333338.4613888888889438Koordinaten: 50° 59′ 9″ N, 8° 27′ 41″ O
Richstein ist ein Ortsteil von Bad Berleburg im Kreis Siegen-Wittgenstein in Nordrhein-Westfalen.

Die erste urkundliche Erwähnung Richsteins stammt aus dem Jahre 1384 und gibt die Burg Richstein (im Original: Rischenstein) als Lehensgabe an die Wittgensteiner.
Ab dem 15. Jahrhundert ist Richstein eine sogenannte Freiheit mit eigenem Amtssitz und Landgericht. 1590 brannte das Dorf, das bis dahin am Burgberg lag, komplett nieder. In der Folge verfiel die Burg. Im 16. Jahrhundert begann der Aufbau des Dorfes, das man nun im Tal ansiedelte. Ein erneuter Brand 1828 zerstörte auch das neue Dorf teilweise.
1969 wurde die zweiklassige Schule geschlossen.
Bis zur Eingemeindung, die am 1. Januar 1975 in Kraft trat, war der Ort eine selbständige Gemeinde im damaligen Kreis Wittgenstein.
Im Zuge der FFH-Richtlinie wurde 1991 in unmittelbarer Nähe zum Dorf ein 14,8 ha großes Naturschutzgebiet eingerichtet.
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Fremdatom

Als Fremdatome (auch Fremdbeimengungen) bezeichnet man in der Festkörperphysik einzelne Atome eines anderen chemischen Elements im Kristallgitter des Wirtskristalls. Fremdatome gehören zur Gruppe der Punktdefekte und können in Abhängigkeit ihrer Größe und des thermischen Gleichgewichts entweder als substitutionelle Fremdatome (Substitutionsatom) auf regulären Gitterplätzen oder als interstitielle Fremdatome (Zwischengitteratome) Zwischengitterplätze einnehmen.
Fremdatome können die chemischen und physikalischen Eigenschaften des ursprünglichen Kristalls stark beeinflussen und verändern. Sie werden daher einem Wirts-Element bzw. einer Wirts-Verbindung oft mit dieser Absicht zugefügt, können aber auch unabsichtlich hineingelangen wie beispielsweise der als Reduktionsschädling betrachtete Schwefel bei der Verhüttung von Eisen.
Bekannte Beispiele für eine gezielte Nutzung von Fremdatomen für technische Anwendungen sind die Änderungen der elektrischen Eigenschaften von Halbleiterkristallen, die sogenannte Dotierung oder die Veredelung von Metallen beim legieren.
Viele bekannte Beispiele für eine zufällige Einlagerung von Fremdatomen finden sich unter anderem bei den Mineralen, wo diese Beimengungen oft für eine große Farbenvielfalt bei ansonsten farblosen Mineralen sorgen wie z. B. beim Fluorit (CaF2) oder beim Korund (Al2O3), deren Edelsteinvarianten Rubin und Saphir durch Beimengungen von Chrom bzw. Eisen, Titan und Vanadium ihre begehrte rote bzw. bläuliche Farbe erhalten.

Sergio Livingstone

Sergio „Sapito“ Livingstone im Nationaltrikot (1943)
Sergio Roberto „Sapo“ Livingstone Pohlhammer (* 26. März 1920 in Santiago de Chile; † 11. September 2012 ebenda) war ein chilenischer Fußballtorwart, der sich nach seiner Fußballkarriere als Journalist etablierte. Auf Vereinsebene hatte er in den 1940er und 1950er Jahren Erfolge mit CD Universidad Católica in seiner Heimatstadt. Mit der Nationalmannschaft Chiles nahm er unter anderem an der Fußball-Weltmeisterschaft 1950 in Brasilien sowie an sechs Südamerikameisterschaften teil und ist bis heute der Rekordspieler des Wettbewerbes. Er gilt als der erste große Fußballstar seines Landes.
Sergio Livingstone wurde 1920 als Sohn einer schottischen Einwandererfamilie geboren. Sein Vater John Livingstone gilt als einer der Pioniere des Fußballsports in Chile, sogar als der Erste, der einen Fußball ins Land brachte. Er spielte beim Santiago National FC.
Als Jugendlicher schloss sich Sergio Livingstone ursprünglich Unión Española an, kam dort aber kaum zum Spiel. Schließlich gab Livingstone den Fußball erst einmal auf, um an der Pontificia Universidad Católica de Chile Recht zu studieren. Dort kam er bald in Kontakt mit deren Fußballmannschaft und etablierte sich ab 1938 zwischen den Pfosten der Kampfmannschaft des CD Universidad Católica in Santiago de Chile.
Im Februar 1941 debütierte er noch als 20-Jähriger in der chilenischen Nationalmannschaft bei der in Chile ausgetragenen Südamerikanischen Fußballmeisterschaft und gewann mit ihr deren Auftaktspiel gegen Ecuador mit 5:0. Chile wurde am Ende Dritter und Livingstone wurde zum besten Torwart des Turniers gewählt.
1943 wechselte er für die beachtliche Ablösesumme von 280.000 Pesos (damals etwa 24.000 US-Dollar) zum argentinischen Spitzenverein Racing Club in Avellaneda, einem industriellen Vorort der Hauptstadt Buenos Aires. Nach 30 Spielen für Racing kehrte er aber nach nur einem Jahr aus Sentimentalität zu Católica zurück.
Sergio Livingstone, oft auch El Sapo, „der Frosch“, genannt, gewann mit Universidad Católica in den Jahren 1949 und 1954 zwei Mal den chilenischen Meistertitel. 1955 gelang dem Universitätsklub dabei das Missgeschick, umgehend im Jahr nach der Meisterschaft abzusteigen, stieg aber postwendend wieder auf.
1957 wurde er für eine Saison zum Ortskonkurrenten CSD Colo-Colo ausgeliehen. Nach seiner Rückkehr zu Universidad Católica beendete er dort 1959 im Alter von 39 Jahren seine Laufbahn.
Bis 1954 hütete Livingstone insgesamt 52 Mal das Tor der Nationalmannschaft, womit er bis 1963 Rekordnationalspieler Chiles war, und nahm mit ihr bis 1953 an fünf weiteren Südamerikameisterschaften teil. 1945, ebenso in Chile, erreichte Chile dabei erneut einen dritten Rang. Insgesamt spielte er 34 Mal in der Südamerikameisterschaft, was bis heute Rekord ist. Ein weiterer Karrierehöhepunkt war die Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft 1950 in Brasilien, wo Livingstone bei allen drei Spielen, sowohl bei den beiden 0:2-Niederlagen gegen England und Spanien, als auch beim 5:2-Sieg gegen die USA, hinter sich greifen musste.
Nach Ende seiner aktiven Sportler-Karriere entwickelte sich Livingstone zu einem bedeutenden Sportjournalisten und arbeitete als Kommentator in Rundfunk und Fernsehen. Ab 1969 war er bei Televisión Nacional beschäftigt und wurde dort zur emblematischen Figur des Programms Zoom Deportivo, das von 1985 bis zu seiner Einstellung im Dezember 2011 für viele Chilenen den sonntäglichen Mittag definierte.
Im Jahre 2009 wurde eine Straße im Bezirk Independencia von Santiago nach Sergio Livingstone benannt.
Am 11. September 2012 verstarb Livingstone im Alter von 92 Jahren in Santiago de Chile.

Körber-Stiftung

Die Körber-Stiftung ist eine 1959 von dem Unternehmer und Stifter Kurt A. Körber ins Leben gerufene gemeinnützige Stiftung. Mit operativen Projekten, in Netzwerken und mit Kooperationspartnern engagiert sie sich in aktuellen gesellschaftlichen Fragen. Die vier Themen „Dialog mit Asien“, „Mathematik-, Informatik-, Naturwissenschaften- und Technik (MINT)-Förderung“, „Potenziale des Alters“ und „Musikvermittlung“ stehen derzeit im Fokus ihrer Arbeit. Heute ist die Körber-Stiftung mit eigenen Projekten und Veranstaltungen von ihren Standorten Hamburg und Berlin aus national und international aktiv. Die Körber-Stiftung ist Alleinaktionärin der Körber AG, der Holdinggesellschaft eines internationalen Technologiekonzerns, in dem mittelständische Unternehmen zusammengefasst sind. Sie arbeiten in den Geschäftsfeldern Automation, Logistik-Systeme, Werkzeugmaschinen, Pharma-Systeme, Hygienepapiere, Tabak und Unternehmensbeteiligungen. Das Stiftungsvermögen beträgt rund 513 Millionen Euro.

Die Körber-Stiftung verfügt über einen Vorstand, einen Stiftungsrat und ein Kuratorium. Vorsitzender des für die operative Arbeit zuständigen dreiköpfigen Vorstands ist Lothar Dittmer. Der siebenköpfige Stiftungsrat hat die Aufgabe, die inhaltliche Arbeit zu überwachen, während das siebenköpfige Kuratorium die Vermögensverwaltung kontrolliert.
Der Körber-Stiftung stehen pro Jahr etwa 17 Mio. Euro für die operative Projektarbeit zur Verfügung.
Die Stiftung ist aktiv in den Bereichen:
Der Bereich Internationale Politik verfolgt den Themenschwerpunkt »Neuer Osten – Neue Mächte« mit folgenden Projekten:
Darüber hinaus ist die Körber-Stiftung mit folgendem Projekt im Bereich Politik aktiv:
Der Bereich Bildung verfolgt den Themenschwerpunkt »Erinnerung schafft Zukunft« mit folgenden Projekten:
Der Bereich Wissenschaft verfolgt den Themenschwerpunkt »Lust auf MINT!« mit folgenden Projekten:
Darüber hinaus ist die Körber-Stiftung mit folgenden Projekten im Bereich Wissenschaft aktiv:
Der Bereich Gesellschaft verfolgt den Themenschwerpunkt »Alter neu erfinden« mit folgenden Projekten:
Darüber hinaus ist die Körber-Stiftung mit folgenden Projekten im Bereich Gesellschaft aktiv:
Der Bereich Kultur verfolgt seinen Themenschwerpunkt »Für Musik begeistern« mit folgenden Projekten:
Darüber hinaus setzt sich der Bereich Kultur mit folgenden Projekten für die Förderung junger künstlerischer Talente ein:
Um die Impulse und Anregungen der Stiftungsarbeit in die Öffentlichkeit zu tragen, präsentiert die Stiftung in ihrem eigenen Verlag, der »edition Körber-Stiftung«, jährlich 10 Neuerscheinungen.
Im »Körber-Forum – Kehrwieder 12« lädt die Stiftung an ihrem Hamburger Standort die interessierte Öffentlichkeit zu rund 80 Veranstaltungen pro Jahr ein. Über Streams und Podcasts können die Debatten und Diskussionen zu aktuellen gesellschaftlichen Themen auch überregional nachgehört und -gesehen werden.
Die Nähe der Politik zur Körber-Stiftung, wie sie sich in dem von der Stiftung ausgerichteten Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten manifestiert, ist Gegenstand von Kritik. Die Kritiker berufen sich auf Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO), denen zufolge Partnerschaften der Politik mit der Tabakindustrie zurückzuweisen seien.

The Hakkenden

The Hakkenden (jap. THE八犬伝 dt. „Die Legende der acht Hunde[krieger]“) ist eine OVA-Reihe vom Animationsstudio AIC produziert wurde. The Hakkenden ist aufgeteilt in zwei Serien. Die erste mit 6 Episoden erschien 1990/91 und die zweite The Hakkenden – Shinshō (THE八犬伝~新章~, Shinshō = Neues Kapitel) mit 7 Episoden 1993-95.

The Hakkenden basiert auf dem Epos Nansō Satomi Hakkenden, das Kyokutei Bakin in der ausgehenden Edo-Zeit schuf. Nansō Satomi Hakkenden (南総里見八犬伝) umfasst 106 Bände und gilt als umfangreichstes Werk der klassischen japanischen Literatur.
Der Name Hakkenden bezieht sich auf die Hauptpersonen der Geschichte, die acht Hundekrieger Hakkenshi (八犬士). Die Serie besteht aus drei Hauptteilen: aus dem Prolog, aus der Suche und aus der Auflösung der Geschichte.
Die Handlung spielt zu Beginn der Sengoku-Zeit in Awa, einer kleinen Provinz in der heutigen Präfektur Chiba. Im Kampf gegen einen dämonischen, übermächtigen Feind erhält der Satomi-Klan unerwartete Unterstützung durch einen Hund, der als Lohn die Tochter des Klanoberhaupts zur Gemahlin fordert und auch erhält. Aus der Verbindung gehen die acht Hundekrieger hervor, die noch als Babys nach der Tötung des Hundes voneinander getrennt werden.
Während der Suche erkennen sich die Hundekrieger daran, daß ihre Nachnamen mit inu (Hund) beginnen, an einem Geburtsmal in Form einer Päonie und an einer Perle mit je einem Schriftsymbol der acht fundamentalen konfuzianischen Werte. Der Schlussteil zeigt den abschließenden Kampf der Hundekrieger im Dienst des Satomi-Klans.

Marcel Maes

Marcel Maes (* 19. Dezember 1944 in Deurle, Belgien; † 10. April 1997 in Wondelgem, Belgien) war ein belgischer Radrennfahrer.
Maes wurde als Amateurfahrer in der Radsportsaison 1966 bekannt, als er die belgischen Frühjahrsrennen Gent-Staden und Omloop Het Volk gewann. 1967 nominierte ihn der belgische Radsportverband für die Drei-Länder-Etappenfahrt Internationale Friedensfahrt von Warschau über Ost-Berlin nach Prag. Obwohl Maes keine der 16 Etappen gewann, wurde er überlegener Gesamtsieger mit einem Vorsprung von fünf Minuten. Er war der erste belgische Toursieger und zugleich der Schnellste in der bisherigen Friedensfahrtgeschichte.
Noch im selben Jahr wurde Maes Berufsfahrer. Er schloss sich dem niederländischen Radsportteam Willem II – Gazelle an und feierte im September beim Grand Prix Paul Borremans im belgischen Viane seinen ersten Profisieg. Beim anschließenden Eintagesrennen Paris–Tours musste der 22-Jährige mit Platz 102 unter 112 Platzierten Lehrgeld zahlen. Die Saison 1968 begann für Maes, wie das Vorjahr geendet hatte. Beim italienischen Klassiker Mailand–Sanremo wurde er bei 116 angekommenen Fahrern 108. Bei den folgenden Etappenrennen Tour de Suisse und der Tour de France belegte er im Gesamtklassement die Ränge 34 bzw. 49. In den folgenden Jahren spielte Maes im Radrennsport keine nennenswerte Rolle mehr. Seine Engagements bei den belgischen Radsportteams Siriki-Munck (1970), Goldor-Fryns-Elvé (1970) und Hertekamp (1972–1973) führten zu keinen weiteren Erfolgen. 1972 fand er noch einmal Erwähnung in der Sportpresse, als er das Kriterium im belgischen Lokeren gewann. Maes starb bereits im Alter von 52 Jahren.
1948 August Prosenik | 1948 Aleksandar Zorić | 1949 Jan Veselý | 1950 Willy Emborg | 1951 Kaj Allan Olsen | 1952 Ian Steel | 1953 Christian Pedersen | 1954 Eluf Dalgaard | 1955, 1959 Gustav-Adolf Schur | 1956 Stanisław Królak | 1957 Nentscho Christow | 1958 Piet Damen | 1960 Erich Hagen | 1961 Juri Melichow | 1962 Gainan Saidchushin | 1963 Klaus Ampler | 1964 Jan Smolík | 1965 Gennadi Lebedew  | 1966 Bernard Guyot (Junior) | 1967 Marcel Maes | 1968 Axel Peschel | 1969 Jean-Pierre Danguillaume | 1970, 1971, 1973, 1975 Ryszard Jan Szurkowski | 1972 Vlastimil Moravec | 1974 Stanisław Szozda | 1976 Hans-Joachim Hartnick | 1977 Aavo Pikkuus | 1978 Alexander Awerin | 1979, 1984 Sergei Suchorutschenkow | 1980 Juri Barinow | 1981 Schachid Sagretdinow | 1982, 1986 Olaf Ludwig | 1983 Falk Boden | 1985 Lech Piasecki | 1987, 1988, 1989, 1998 Uwe Ampler | 1990 Ján Svorada | 1991 Wiktor Rschaksinski | 1992, 1996, 1997, 1999, 2003 Steffen Wesemann | 1993 Jaroslav Bílek | 1994 Jens Voigt | 1995 Pavel Padrnos | 2000 Piotr Wadecki | 2001 Jakob Piil | 2002 Ondřej Sosenka | 2004 Michele Scarponi | 2006 Giampaolo Cheula

Border Terrier

Großbritannien
passend zum Gewicht
Der Border Terrier ist eine von der FCI (Nr. 10, Gr. 3, Sek. 1) anerkannte britische Hunderasse.

Der Border Terrier stammt aus dem Grenzgebiet („borders“) zwischen England und Schottland, wo er hauptsächlich zur Fuchs- und Dachsjagd eingesetzt wurde. Seine Herkunft ist unklar, wahrscheinlich hat er denselben Ursprung wie der Dandie Dinmont Terrier und der Bedlington Terrier. Schon im ausgehenden 18. Jahrhundert haben verschiedene Maler Terrier dargestellt, die dem heutigen Border Terrier ähneln, die Rasse, wie man sie heute kennt, hat sich aber erst später herausgebildet. Die Zucht begann Anfang des 20. Jahrhunderts und die Rasse wurde 1920 offiziell vom „Kennel Club“ anerkannt.
Der Border Terrier ist ein kleiner, ca. 32–37 cm großer (es gibt keine Größengrenzen im FCI-Standard des Border Terriers) und ca. 5,1 bis 7,1 kg schwerer Arbeitsterrier, der auch bei der Jagd eingesetzt wird. Er hat ein drahtiges, harsches, dreifaches Haarkleid in den Farben Rot, Weizen, Grizzle and Tan und Blue and Tan. Die Ohren sind hängend, eher klein, v-förmig an der Wange anliegend. Für ein rassegerechtes Aussehen sollte man ihn jeden 3. Monat trimmen.
Der kleine Gebrauchshund eignet sich zur Jagd auf Fuchs und „Raubzeug“, er ist lebhaft, widerstandsfähig und besitzt viel „Persönlichkeit“.

Jim Berney

Jim Berney ist ein Spezialeffekt-Künstler, der 2006 für den Film Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia in der Kategorie Beste visuelle Effekte für den Oscar nominiert wurde.

Er machte sein Grundstudium im Bereich Informatik und Wirtschaftswissenschaft an der University of California, Irvine, studierte an der Königlich Technischen Hochschule Stockholm Computerarchitektur und machte seinen Master in der Fachrichtung Informatik an der California Polytechnic State University, San Luis Obispo. Danach arbeitete er drei Jahre für die Defense Advanced Research Projects Agency als ADA-Programmierer. Anschließend wechselte er zu dem auf Visuelle Effekte spezialisierten Unternehmen Metrolight, für das er an Filmen wie Batman Forever, Mortal Kombat und Alarmstufe: Rot 2 tätig war.
1996 wechselte er als VFX Supervisor zu Sony Pictures Imageworks, wo er an Filmen wie Starship Troopers, Stuart Little, Evolution und Matrix Reloaded mitwirkte. 2005 war er als Leiter für Visuelle Effekte an Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia beteiligt. Für diesen Film wurde er 2006 gemeinsam mit Dean Wright, Bill Westenhofer, und Scott Farrar in der Kategorie Beste visuelle Effekte für den Oscar nominiert. Im Jahr 2012 wechselte er als Leiter des Studios in Florida zu Digital Domain.

Convento de San Blas (Lerma)

Der Convento de San Blas ist ein Dominikanerinnenkonvent im Herzen der Gemeinde Lerma in der spanischen Provinz Burgos.

Im Rahmen des Ausbaus der mittelalterlichen Kleinstadt Lerma zu einem repräsentativen Herzogssitz beschloss Francisco Gómez de Sandoval y Rojas (1553–1625), der Markgraf von Denia und Herzog (duque) von Lerma, eine Gemeinschaft von Dominikanerinnen in seiner Stadt anzusiedeln. Er wählte die unmittelbar an der Südseite des Herzogspalasts (Palacio Ducal) gelegene Kirche als seine Hauskirche; sie war durch einen – im 19. Jahrhundert abgerissenen – hochgelegenen Arkadengang mit dem Obergeschoss des Herzogspalasts verbunden.
Entwurfsarchitekt der Kirche war wohl zunächst Francisco de Mora, der auch die Pläne für den Herzogspalast entworfen hatte – er starb jedoch im Jahre 1610 und so befassten sich drei weitere Architekten mit der Bauausführung: Alberto de la Madre de Dios, Damián de Espinosa und Juan de Reoz. Der Bau wurde in den Jahren 1613–1617 fertiggestellt; Kirche und Konventsgebäude gelten als wichtige Vertreter des späten Herrera-Stils.
Mit einer Unterbrechung im 19. Jahrhundert leben noch immer Nonnen in den Klausurgebäuden; sie stellen handbemalte Keramikwaren her, die an Touristen verkauft werden.
Durch vertikale Ecklisenen, horizontale Gesimse, eine Figurennische, zwei Wappen innerhalb von Kranzgirlanden sowie mehreren – allerdings maßwerklosen – Rechteckfenstern wirkt die Fassade der Kirche nicht ganz so streng und linear wie die des benachbarten Herzogspalastes. Die Nischenfigur stellt den hl. Blasius dar, einen der 14 Nothelfer der katholischen Kirche; ihm ist die Kirche geweiht.
Der einschiffige Innenraum ist weitgehend schmucklos gehalten. Auffällig ist jedoch der große Altarretabel an der Rückwand des flach geschlossenen Chorbereichs, der unter Wiederverwendung einiger älterer Bilder entstand und eine Holzstatue des hl. Blasius umgeben von anderen Heiligenbildern zeigt. Die Konzeption des in seinem geometrisch-linearen Aufbau insgesamt eher streng wirkende Retabels wird Juan Gómez de Mora zugeschrieben, dem Neffen des bereits genannten Architekten Francisco de Mora.
42.025277777778-3.755Koordinaten: 42° 1′ 31″ N, 3° 45′ 18″ W

Gach

Gach ist ein strategisches Brettspiel mit Schach-ähnlichen Regeln, das auf einem Go-Brett und mit Go-Steinen gespielt wird.

Gach wurde von acht Studenten des „Rätsel- und Spiele-Rings der Archimedischen Mathematik-Gesellschaft“ (Puzzles and Games Ring of the Archimedeans Mathematics Society) an der Universität Cambridge als Gess (Ein Kunstwort aus Go und Chess) erfunden. Die Regeln wurde zum ersten Mal 1994 schriftlich von Paul Bolchover in der Zeitschrift Eureka in Großbritannien festgehalten. Es versteht sich als Schachvariante auf einem Go-Brett. In Deutschland wurde es zum ersten Mal als Gach (Go und Schach) durch Ian Stewart im Mai 1995 in einer Ausgabe der Spektrum der Wissenschaft beschrieben.
Ziel des Spiels ist es alle gegnerischen Ringe (vgl. Schachkönig) zu zerstören.
Eine Spielfigur besteht aus einem 3 x 3 Felder großen Quadrat, in dem sich mindestens ein eigener Stein, jedoch kein gegnerischer Stein befindet. Dieses Gebiet wird Fußabdruck der Figur genannt; es darf sich auch teilweise außerhalb des Bretts befinden und muss nur mindestens ein Feld des Bretts überlappen.
Die Position der Steine im Quadrat beschreibt die Zugmöglichkeiten der Figur. Sie darf sich jeweils in die Richtung bewegen, die im Quadrat mit einem Stein belegt ist.
Die mittlere Position gibt die Zuglänge vor. Ist diese Position besetzt, darf die Figur beliebig viele Felder weit ziehen. Ist sie unbesetzt, darf die Figur nur bis zu 3 Felder weit ziehen.
Eine Spielfigur darf sich höchstens so weit bewegen, bis ihr Fußabdruck mit mindestens einem Feld ein Hindernis überdeckt.
Ein Hindernis kann
Es wird abwechselnd gezogen und es besteht Zugpflicht. Man muss immer einen Zug machen, der die Anordnung der Steine auf dem Brett verändert. Schwarz macht den ersten Zug.
Das Spiel endet, wenn ein Spieler keinen Ring mehr hat. Wenn der ziehende Spieler selbst seinen letzten Ring zerstört, verliert er, oder praktisch gleichbedeutend: man darf nicht seinen letzten Ring zerstören (man hat immer einen Zug, der einen eigenen Ring erhält). Wenn anderenfalls der Gegner nach dem Zug keinen Ring mehr hat, gewinnt der ziehende Spieler.
Es wird auf einem Go-Brett mit 19 horizontalen und 19 vertikalen Linien gespielt. Die Steine werden auf die von den Linien begrenzten Felder gesetzt, und nicht wie beim Go auf die Schnittpunkte der Linien. Das Brett hat somit 18×18 Felder.
Jeder Spieler hat zu Beginn 43 Steine. Deren Grundaufstellung bildet Figuren, die denen des Schach entsprechen. Auf den hintersten und vordersten drei Reihen befinden sich, aus Blickrichtung Schwarz von links nach rechts aus gesehen:
Turm – Läufer – Dame – Ring (König) – Läufer – Turm
Davor befinden sich jeweils 6 Bauern.
Der Ring ist die wichtigste Figur beim Gach. Sie entspricht dem König im Schach. Sie besteht aus 8 Spielsteinen, welche ringförmig um das Zentrum des Fußabdrucks angeordnet sind. Er kann sich also in alle Richtungen, allerdings nur um höchstens 3 Felder bewegen.
In der Grundstellung ist ein Ring vorhanden. Seine Position befindet sich bei Schwarz in der rechten mittleren Position, bei Weiß in der linken mittleren Position.
Die Dame ist die mächtigste Figur auf dem Spielfeld. Sie besteht aus 9 Spielfiguren, welche alle Positionen des Fußabdrucks bedecken. Sie kann sich beliebig weit, sowohl horizontal wie vertikal, als auch diagonal bewegen (vgl. Dame (Schach)).
In der Grundstellung ist eine Dame vorhanden. Sie befindet sich bei Schwarz links vom Ring, bei Weiß rechts vom Ring.
Die Läufer bestehen aus 5 Spielsteinen, welche in den 4 Ecken des Fußabdrucks, sowie in dessen Zentrum angeordnet sind. Sie können sich somit diagonal beliebig weit über das Spielfeld bewegen, ähnlich dem Läufer im Schach
In der Grundstellung sind zwei Läufer vorhanden. Diese befinden sich links und rechts von Dame und Ring.
Die Türme bestehen aus 5 Spielsteinen, welche wie ein Kreuz im Fußabdruck angeordnet sind. Sie können sich also ähnlich dem Turm im Schach horizontal und vertikal beliebig weit auf dem Spielfeld bewegen.
In der Grundstellung sind zwei Türme vorhanden. Sie befinden sich links und rechts am Rande des Spielfeldes.
Als Bauer bezeichnet man eine Spielfigur, welche nur im mittleren oberen Quadrat einen Stein hat. Sie kann sich also nur um 3 Felder nach vorne bewegen, ähnlich einem Bauern im Schach.
In der Grundstellung sind 6 Bauern vorhanden. Diese befinden sich jeweils vor den oben genannten Figuren.
Es ist nicht vorgeschrieben, sich bei der Eröffnung an die Einteilung der Grundfiguren zu halten. Man kann jedes 3×3 Quadrat, in dem nur eigene Steine sind, als Figur auffassen und entsprechend ihrer Steine-Anordnung bewegen. Es ist z. B. möglich, eine Spielfigur zu bilden, welche zu zwei Dritteln aus dem linken Turm und zu einem Drittel aus dem linken Läufer besteht. Diese Figur könnte sich dann diagonal sowie nach links beliebig weit bewegen, in der Grundstellung allerdings nur einen Schritt weit, da dann bereits Steine vom Fußabdruck der Figur überdeckt werden.
Theoretisch wären 512 Figuren möglich. Jedoch sind die beiden möglichen Figuren 0-0-0 und 0-2-0 im Spiel nicht möglich, da sie keinerlei Richtungssteine enthalten. Somit bleiben 510 verschiedene Figuren übrig, von denen jedoch viele durch Drehungen und Spiegelungen aus anderen hervorgehen. So kann ein einzelner Stein (Bauer), bei genügend Freiraum um seine Position, sich in jede beliebige Richtung bewegen. Hierzu muss nur der Mittelpunkt des Fußabdruckes unterschiedlich gewählt werden. Er entspricht also 8 verschiedenen „Figuren“.
Die beiden Spieler ziehen abwechselnd. Es besteht Zugpflicht. Zunächst wählt man ein 3×3-Quadrat (Fußabdruck). Dieses darf nur eigene Steine enthalten. Mindestens einer davon muss sich am Rand des Quadrates befinden. Nur mindestens ein Feld des Quadrates muss sich auf dem Spielfeld (18×18 Felder) befinden. Dieses Quadrat wird, mitsamt der enthaltenen Steine, in eine Richtung verschoben, in der sich ein Stein am Rand des Quadrates, relativ zu dessen mittlerem Feld, befindet. Ist das mittlere Feld besetzt, darf man beliebig weit schieben, sonst höchstens drei Felder weit. Das Quadrat darf höchstens soweit gezogen werden, bis es einen anderen Stein überlappt, oder bis ein Stein im Quadrat vom Brett geschoben wird. Die überlappten oder vom Brett geschobenen eigenen und gegnerischen Steine werden geschlagen. Verlierer des Spiels ist derjenige Spieler, der keinen Ring mehr besitzt, das ist ein 3×3-Quadrat mit acht Steinen des betreffenden Spielers und einem freien Mittelfeld.
Die Spielnotation einer Gach-Partie ähnelt der einer Schach-Partie. Von links nach rechts (von Schwarz aus gesehen) sind die Spalten von a bis r bezeichnet. Von unten nach oben sind die Linien mit 1 bis 18 bezeichnet. Als Zug wird die Position der Mitte des Fußabdrucks zu Beginn und zu Ende des Zuges verbunden mit einem „-“ notiert.
Beispiel: