Barfußschuh

Barfußschuhe sind Schuhe, die so gestaltet sind, dass sie das Barfußgehen nachempfinden. Die Bezeichnung ist ein Oxymoron, sie bedeutet nicht, dass der Schuh barfuß getragen wird, oder barfuß gelaufen wird mit Hilfe eines Schuhs.

Die Laufstile beim Barfußgehen und beim Gehen in festen Schuhen unterscheiden sich grundsätzlich. Während die meisten Menschen in festen Schuhen, vor allem in solchen mit ausgeprägter Dämpfung, auf der Ferse auftreten (Fersengang oder Heelstrike), treten geübte Barfußläufer mit dem Vorderfuß auf (Ballengang oder Forefoot Strike). Die auf den Fuß wirkenden Kräfte sind beim Ballengang nachweislich geringer. Weitere Merkmale des Barfußlaufens sind eine kleinere Schrittlänge, eine höhere Schrittfrequenz und eine bessere Balancefähigkeit. Diese kommt durch ein Feedback des Körpers auf Unebenheiten im Untergrund, die durch Rezeptoren an der Fußsohle wahrgenommen werden.

Der Fuß wird beim Barfußgehen gefordert, sich an die Gegebenheiten des Untergrunds anzupassen. Dadurch werden die Muskeln trainiert, die an den Zehenknochen ansetzen. In geschlossenem und engem Schuhwerk sind die Füße eingeengt und werden daher passiv beansprucht

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. Barfuß gehen verbessert die Blutzirkulation in den Füßen, stärkt die Fußmuskulatur und fördert eine gesunde und ökonomische Gehtechnik sowie die Sensomotorik und das Gleichgewicht.

Barfußschuhe besitzen eine besonders dünne und flexible Sohle ohne Fußbett. Der Vorfußbereich ist großzügig geschnitten und gibt den Zehen Bewegungsspielraum. Dadurch wird die Bewegung der Zehen beim Gehen und Laufen unterstützt. Durch die dünne Sohle wird die Struktur des Untergrunds beim Laufen spürbarer als mit dicken Sohlen. Trotzdem sind die Füße durch die Sohle vor scharfen Gegenständen, Schmutz und Nässe geschützt. Auch das Gewicht liegt bei Barfußschuhen deutlich unter 350 g und ermöglicht dem Träger so das Gefühl, barfuß zu gehen. In der Läuferszene wurde der Trend aufgegriffen und fand schnell Verbreitung. Als erster Barfußschuh gilt der Nike Free von 2004, andere Hersteller wie Adidas und Asics folgten.

Mehrere Studien befassten sich in den letzten Jahren mit dem Barfußschuh und seinen positiven und auch negativen Auswirkungen. 2014 hat der Hersteller Vibram – wie bereits andere Hersteller – Käufern eine Entschädigung des Kaufpreises angeboten, weil die positiven Eigenschaften aus den Studien überinterpretiert wurden.