William George Browne

William George Browne (* 1768; † 1813 im Iran) war ein englischer Reisender, der als Privatier Ägypten und Darfur erkundete.

Als Sohn eines Weinhändlers in London, der aus einer in Cumberland ansässigen Familie stammte, genoss William George Browne eine ausgezeichnete Schulausbildung durch Privatlehrer sowie die Möglichkeit eines Studiums am Oriel College in Oxford. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften sollte er ein öffentliches Amt übernehmen, doch die Ära der Französischen Revolution machte ihn zum Freidenker. Damit schwanden die Chancen seiner angestrebten Karriere. Als sein Vater 1791 starb, erbte der 23-jährige dessen Vermögen, verzichtete auf einen Studienabschluss und folgte seiner Neigung zu Entdeckungsreisen.
1791 war in London der Bericht von James Bruce über seine Expedition ins Gebiet der Nilquellen gerade erschienen und wurde kontrovers diskutiert. Unter anderem, weil Bruce in Khartum, einen bedeutenden Nebenlauf des Stroms vernachlässigend, den östlichen Flusslauf zum Hauptstrom erklärt hatte. Dessen Ursprung stand – so die damalige Kenntnis – möglicherweise im Zusammenhang mit dem Strom, an dem Timbuktu liegen sollte.
Solchermaßen angeregt verfiel Browne auf die Idee, das Geheimnis der Quelle des Nils zu lüften. Kurzerhand buchte er eine Passage nach Ägypten. Den Versuch, mit dem Präsidenten der African Association, Sir Joseph Banks über ein solches Vorhaben zu sprechen, gab er ungeduldig auf, als er ihn nicht zuhause antraf. Browne begab sich im Dezember 1791 an Bord eines Handelsschiffes, das ihn nach Alexandrien brachte.
Bereits wenige Wochen nach seiner Ankunft schloss er sich am 2. Februar 1792 einer Karawane an, um die so genannte Ammon-Oase zu suchen. Dort hoffte er, Hinweise auf die von Alexander dem Großen im Jahre 331 v. Chr. aufgesuchte Orakelstätte zu stoßen, Reste des Jupiter-Ammon-Tempels zu finden. Siwa sei die dafür infrage kommende Region, so die Mutmaßung. Browne durchforschte das Gebiet der Oase und fand tatsächlich in Umm Ubaida 400 Meter südlich von Aghurmi Ruinen eines ägyptischen Tempels, den er fälschlich für den Orakel-Tempel hielt, und schuf die Grundlage für eine Verifizierung der Identität von Ammon-Oase und Siwa-Oase. Besonders bemerkenswert ist, dass der juristisch ausgebildete und aus eigenem Antrieb Reisende geographische Koordinaten bestimmen konnte. Für Umm Ubaida in der Siwa-Oase fand er 29° 12′ N und 44° 54′ O (bezogen auf den Nullmeridian von Ferro, der Kanarischen Insel Hierro). Das ist hinsichtlich der seinerzeit äußerst komplexen Bestimmung der Längengradmessung erstaunlich genau.
Von Fieber und Ruhr geplagt kam Browne am 2. April 1792 von Siwa erschöpft nach Alexandrien zurück. Bereits nach einem Monat setzte er seine Reise fort, ritt zu Pferde nach Rosette, dessen Gegend er als schön und fruchtbar lobt, nach Abukir, weiter nach Terené und von dort per Boot nach Bulak, dem Hafen vor al-Qahira (Kairo). Mitte Mai angekommen hielt er sich im Wesentlichen dort während der Sommermonate auf. Durch ausgedehnte Exkursionen lernte er unter anderem das Fayyum und Sues kennen. Er befuhr den Nil bis hinauf nach Assuan und kehrte entlang der Küste des Roten Meeres zurück, nachdem ihm eine Weiterreise nach Nubien vorübergehend zu gefährlich erschien.
Bei einem erneuten Versuch, sein erklärtes Ziel, den westlichen Quellfluss des Nil zu erforschen, ließ sich Browne von Kairo aus bis Asyut segeln. Dort schloss er sich einer Handelskarawane an, die ihn über Wahat Selima und Malha nach Darfur brachte. Ein dort herrschender Scheich hielt ihn fest, doch schließlich gelangte Browne über Syrien und Konstantinopel nach Europa zurück. Er nahm den Weg über Wien, Prag, Dresden, Leipzig, Potsdam und traf aus Hamburg kommend an Bord eines Seglers nach beinahe siebenjähriger Abwesenheit im September 1796 wieder in London ein. Er schrieb einen detailreichen Bericht seiner Reise, der 1799 gedruckt wurde. Er ergänzte seine Arbeit für eine zweite Auflage. Sein neues Reiseziel lautete Samarkand.
Im ersten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts bereiste Browne die Levante, hielt sich im Osten der Türkei auf und kam 1812 nach Armenien. In der Nähe von Tabriz im Iran starb er 1813 ausgeraubt durch Mörderhand.

Teišebai URU

Teišebai URU, auch Teišebai ardi („Stadt des Wettergottes“), Teischebai, Teischebani, war die urartäische Hauptstadt der transkaukasischen Provinz. Der Ort gehört heute zu Armenien.
Die Ruinen der Stadt liegen in einem südwestlichen Vorort von Jerewan auf dem Hügel Karmir Blur („Roter Hügel“) am Ufer des Hrasdan (urart. Ildarunia) nahe der Ausfallstraße nach Etschmiadsin.
Teišebai URU wurde von König Rusa II. zu Beginn seiner Regierung (ca. 680 v. Chr.) erbaut. Erebuni (Arin-berd) die alte Hauptstadt der Provinz ‚Aza – so der urartäische Name dieser Region – wurde verlassen und der Schatz der Stadt nach Teišebai gebracht. Die Stadt war gleichzeitig Festung. Die Stadt ist nach dem Wettergott Teišeba benannt. Gleichzeitig wurde auch ein Tempel des Reichsgottes Ḫaldi errichtet.
Der Bau der Gebäude dauerte bis zu Zeit des Königs Rusa III. an. Die Gesamtfläche der Stadt betrug 0,44 km2. Sowjetische Ausgrabungen unter Leitung von Boris Borissowitsch Piotrowski in der Zitadelle förderten Holzstühle mit Bronze-Beschlägen, eine Statue des Teišeba und viele Gold- und Silbergegenstände zu Tage. Es wurden auch Rüstungen, Helme und Schilde, Elfenbeinobjekte, Steinsiegel und Keramikgefäße gefunden. Die Zitadelle wurde wahrscheinlich Anfang des 6. Jh. v. Chr. zerstört.
Ein weiterer Ort mit dem Namen Teišebai URU, der durch Rusa I. gegründet wurde, befand sich am Sevansee und ist mit der Festung Odzaberd identifiziert worden.
Der rekonstruierte Eingang zur Festung
Grundriss von Teišebai
Überreste einer Mauer am Karmir Blur
40.15305555555644.451111111111Koordinaten: 40° 9′ N, 44° 27′ O

Hanebeck (Bauunternehmen)

Die Baugesellschaft Hanebeck mbH war eine bedeutende deutsche Bauunternehmung. Sie ging zurück auf ein 1874 gegründetes Baugeschäft und existierte bis 1995. Hauptsitz des Unternehmens war Dortmund, Niederlassungen existierten zeitweise in Braunschweig und Frankfurt am Main. Als Spezialgebiet galten Industrie-, Wasser- und Brückenbau, Rammarbeiten sowie die Sicherung historischer Bauwerke.

Der Zimmermeister Karl Hanebeck machte sich im September 1874 in Dortmund als Bauunternehmer selbstständig. Schon bald spezialisierte sich das Unternehmen auf Industrie-, Wasser- und Brückenbau sowie Rammarbeiten; es war in den 1890er Jahren maßgeblich am Bau des Dortmunder Hafens beteiligt. Als Karl Hanebeck 1910 im Alter von 59 Jahren starb, führten seine drei Söhne, Bauingenieur August Hanebeck, Diplom-Ingenieur Wilhelm Hanebeck und Diplom-Kaufmann Hugo Hanebeck, das Unternehmen fort. Neben den ingenieurtechnisch anspruchsvollen Bauaufgaben im Bereich des Tief- und Hochbaus pflegte das weiterhin unter der Firma Karl Hanebeck geführte Unternehmen aber auch die ursprünglichen Tätigkeitsbereiche im Zimmermannshandwerk und in der Holzbearbeitung.
Am Ende des Zweiten Weltkriegs waren etwa 60 % des Geräteparks zerstört oder verloren, in der Zeit des Wiederaufbaus und des Wirtschaftswunders erholte sich das Unternehmen jedoch bald von diesen Verlusten. Seit den 1950er Jahren gehörte zu den Arbeitsgebieten des nun als Baugesellschaft Hanebeck mbH firmierenden Unternehmens auch die Sicherung bzw. Sanierung historischer Bauwerke. Unter Geschäftsführung durch Bernhard von Glisczynski expandierte das Unternehmen stark, unter anderem mit den Niederlassungen in Braunschweig und Frankfurt am Main. Nach dem Tod von Hugo und August Hanebeck im Jahre 1956 trat Carl August Hanebeck, der Sohn von August Hanebeck, in das Unternehmen ein. Als Wilhelm Hanebeck 1966 verstarb, wurde Carl August Hanebeck Alleininhaber der Gesellschaft, die bis 1995 existierte.

David Daube

David Daube (* 8. Februar 1909 in Freiburg; † 24. Februar 1999 in Berkeley, Vereinigte Staaten) lehrte Rechtswissenschaft als Regius Professor of Civil Law an der University of Oxford und später als Professor-in-Residence an der University of California, Berkeley.

Als zweites Kind einer orthodoxen jüdischen Familie besuchte David Daube zunächst das Berthold-Gymnasium in Freiburg. Nach seinem Abitur studierte er Rechtswissenschaft an den Universitäten in Freiburg und Göttingen. Aus Furcht vor Verfolgung durch die Nationalsozialisten wechselte er nach dem Abschluss an die University of Cambridge, wo er 1936 den PhD erhielt. Er war weltweit anerkannt für seine Forschungen über römisches Recht, hebräisches Recht, biblische Rechtsgeschichte sowie zur Ethik. Daube betrachtete es als Ziel seiner Arbeit, Brücken zwischen Christen und Juden zu bauen.
Neben Calum Carmichael und William David Davies gehörten zu Daubes Schülern Charles Kingsley Barrett, Durham (UK), Saul J. Berman, Yeshivat Chovevei Torah (Riverdale, New York), Davi Ascher Strauss Bernstein, University of Chicago, David Cohen, University of California Berkeley, William Frankel, (A.M.) Tony Honoré, Regius Professor of Civil Law (Oxford), Bernard Jackson, Manchester und Liverpool; Fergus Millar, Oxford; Stephen Passamaneck, Hebrew Union College, Alan Rodger, Richter am Supreme Court of the United Kingdom, E.P. Sanders, Duke University, Peter Gonville Stein, Regius Professor of Civil Law (Cambridge), Géza Vermes, Oxford, Alan Watson, Georgia, Edinburgh und Belgrad, Reuven Yaron, Hebrew University Jerusalem.

John Story (1541–1557) | Robert Weston (1546–1553) | William Aubrey (1553–1559) | John Griffith (1559–1566) | Robert Lougher (1566–1577) | Griffith Lloyd (1577–1586) | William Mowse (1586–1587) | Albericus Gentilis (1587–1608) | John Budden (1611–1620) | Richard Zouch (1620–1661) | Giles Sweit (1661-1672)  | Thomas Bouchier (1672-1712) | James Bouchier (1712-1736) | Henry Brooke (1736–1752) | Herbert Jenner (1753–1767) | Robert Vansittart (1767–1789) | Thomas Francis Wenman (1789–1796) | French Laurence (1796–1809) | Joseph Phillimore (1809–1855) | Sir Travers Twiss (1855–1870) | James Bryce, 1. Viscount Bryce (1870–1893) | Henry Goudy (1893–1919) | Francis de Zulueta (1919–1948) | David Daube (1955–1970) | Tony Honoré (1971–1988) | Peter Birks (1989–2004) | Boudewijn Sirks (2006-2014) | Wolfgang Ernst (seit 2015)

Jutrzenka Kraków

Jutrzenka Kraków (Żydowskie Towarzystwo Sportowe Jutrzenka Kraków, deutsch Morgenstern Krakau) war ein jüdischer Sportverein in Kraków von 1910 bis 1939.
Der Verein gehörte bei seiner Gründung zu den ersten und wichtigen jüdischen Sportvereinen, die in Österreich-Ungarn in der Zeit seit 1908 gegründet worden waren (mit Hasmonea Lemberg, Makkabi Kraków, Hakoah Czernowitz).
Er stand dem Allgemeinen jüdischen Arbeiterbund nahe und war der sportliche Rivale des zionistischen Sportklubs Makkabi. Die Derbys der beiden Fußballmannschaften wurden als „heiliger Krieg“ bezeichnet. Diese Bezeichnung hat sich später in Kraków auf die Begegnungen zwischen den Mannschaften von Wisła Kraków und Cracovia Kraków übertragen.
Die Fußballmannschaft gehörte zu den Gründungsvereinen der ersten polnischen Fußball-Liga 1927, musste allerdings als 14. und Tabellenletzter nach der Saison absteigen.
Die Wasserballer wurden 1925 erster polnischer Meister und konnten den Erfolg 1926 und 1927 wiederholen. 1928 ging die Mannschaft zu Makkabi, und wurde dort weitere 5 Jahre Landesmeister.
1939 wurde der Verein nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht aufgelöst.

Wolframslinde

Als eine der ältesten Linden Deutschlands gilt die Wolframslinde in Ried bei Bad Kötzting im Bayerischen Wald. Sie soll der Legende nach über 1000 Jahre alt sein. Wahrscheinlicher ist ein Alter von bis zu 800 Jahren.
Die Sommerlinde (Tilia platyphyllos) hat einen Stammumfang von 13 Metern und eine Höhe von 14 Metern. Die Hauptkrone des Baumes wurde 1950 von Stürmen schwer beschädigt. Die Linde wurde im Jahr 1967 von dem „Baumchirurgen“ Michael Maurer behandelt und abgestützt, wodurch die bizarre und knorrige Linde für die Zukunft erhalten werden sollte. Dabei wurden Maßnahmen durchgeführt, die heute nicht mehr dem Stand des Wissens entsprechen. So wurde das morsche Stammholz bis ans gesunde Holz abgedexelt, wodurch – wie man heute weiß – der Befall mit Baumpilzen gefördert wird. Obwohl die Linde seit Jahrhunderten hohl ist und praktisch nur noch auf ihrer Rinde steht, ergrünt und erblüht sie alle Jahre wieder aufs Neue.
Den Namen erhielt der Baum erst in der Neuzeit nach dem mittelalterlichen Epiker Wolfram von Eschenbach, der um 1200 in seinem Parzival die nahe Burg am Haidstein als Aufenthaltsort einer geheimnisvollen Markgräfin nennt (Adela von Vohburg?).
Wolframslinde 2004
Wolframslinde 2015
Wolframslinde Stammansicht
Wolframslinde Stützen
Wolframslinde Gedenkstein
49.20241666666712.824347222222Koordinaten: 49° 12′ 9″ N, 12° 49′ 28″ O

Coinside

Coinside ist eine deutsche Elektronik-Band (EBM) aus Hoyerswerda (Sachsen). Die Band besteht aus Sven Bussler (Komposition), Torsten Bessert (Gesang), Veith Beck (Instrumente, Gesang) sowie dem Tänzer Ronny Marschner.

Coinside ist ein Electronic-Body-Music-Projekt und fällt durch seine Wortgewalt auf.
Coinside behandelt unter anderem kontroverse Themen wie Kindesmissbrauch, den drohenden Kollaps unserer Umwelt, Ethik lebensverlängernder Maßnahmen, Altersheim, Demenz, Papst, Hexenverbrennung und den Umgang mit dem Tod.
Coinside benutzt häufig Trommeln. Teilweise trägt der Sänger eine Maske. Die Kleidung ist gemäß der EBM-Szene eher schwarz gehalten. Coinside verwendet ein altdeutsch aussehendes Zeichen als Symbol.
Coinside wurde im Herbst 1993 von Sven Bussler als experimentelles Musikprojekt gegründet und war anfangs ein Instrumentalprojekt. Ein Werk aus dieser Zeit ist das Demotape Schlosstanz.
1995 stieß Torsten Bessert aufgrund gleicher musikalischer Interessen auf Coinside und bereicherte die Band um eine Stimme. Die ersten Stücke zeichnen sich durch eindringliche Wortgewalt aus.
1996 und 1997 wurden weitere Werke auf Kassetten veröffentlicht: Der Primat sowie Gestern, Heute und [K]ein Morgen!?.
1997 stieß Veith Beck zur Band. Im Frühjahr 1999 erschien mit Negator das erste Album, 2000 folgte Einst und Heut’, 2001 erfolgte eine künstlerische Pause. 2002 erschien das Album Malleus Maleficarum – Coinside präsentierte sich hier in ihrem charakteristischen Stil zwischen treibender, tanzbarer Elektronik und Bombasthymnen. 2003 erschien in Zusammenarbeit mit dem Catwalk Studio das Album Elf.
2009 erschien das letzte Coinside-Album Opus Convertere.
2015 erschien die komplette Discographie als „Gesammelte Werke“.

Metlika

Metlika (deutsch Möttling, vorher Merling) ist eine Stadt und Gemeinde in der Bela krajina in Slowenien. Sie liegt an der Grenze zu Kroatien. Die Gegend um Metlika ist das südlichste Weinbaugebiet Sloweniens.

Die Gegend war schon in der Urgeschichte bewohnt, was eine Vielzahl von Ausgrabungsfunden belegt, u. a. ein Urnenfeld aus der frühen Hallstattzeit, römische Gräber auf dem Berg Borstek, drei große Hallstatt-Grabhügel im Stadtgarten und eine La-Tène-Nekropole. Seit etwa 1205 gehörte Metlika (Möttling) zur Krain, die Stadtrechte erlangte es im Jahre 1335.
Damit wurde Metlika Mittelpunkt der Weißen Mark (auch Weißkrain bzw. Grafschaft Möttling genannt). Bis zur Gründung der Stadt Karlovac spielte es die Schlüsselrolle gegen die Osmanen, die es in der Zeit von 1408 bis 1578 mehrmals angriffen.
Insbesondere in der Zeit zwischen 1529 und 1532 wurden die umliegenden Ortschaften verwüstet. Während dieser Zeit flüchteten viele Kroaten und Slowenen in das benachbarte Burgenland. Die nach der großen Feuersbrunst 1705 neu errichtete Altstadt ist bis heute erhalten. Es gibt kein Gebäude älter als 300 Jahre.
In Metlika trafen sich während der Reformation am 28. August 1559 protestantische Experten, die der glagolitischen Schrift mächtig waren (Janž Tulščak, G. Vlahović, M. Zmajić, Štefan Stipanić, Sebastian Römer, Ivan Piček, Mihail Božić u. a.), um auf Wunsch von Primož Trubar die Qualität von Š. Konzul angefertigte kroatische Übersetzung seiner Texte (in glagolitischer Schrift) zu überprüfen. Die Prüfer kame zu einem positiven Ergebnis.
Um 1800 waren unter Napoléon Bonaparte über 200 französische Soldaten in Metlika stationiert, die von hier aus über das Uskokengebirge Richtung Agram (Zagreb) zogen. Einige der Soldaten heirateten einheimische Frauen und siedelten sich in der Gegend um Metlika an. Bis zum Ende des Habsburgerreichs gehörte Metlika zum Kronland Krain, wobei Metlika eine selbständige Gemeinde im Gerichtsbezirk Möttling (politischer Bezirk Tschernembl) bildete. Metlika war dabei Sitz des örtlichen Bezirksgerichtes.
Bereča vas, Boginja vas, Bojanja vas, Boldraž, Boršt, Božakovo, Božič Vrh, Brezovica pri Metliki, Bušinja vas, Dole, Dolnja Lokvica, Dolnje Dobravice, Dolnji Suhor pri Metliki, Drage, Dragomlja vas, Drašiči, Čurile, Geršiči, Gornja Lokvica, Gornje Dobravice, Gornji Suhor pri Metliki, Grabrovec, Gradac, Grm pri Podzemlju, Hrast pri Jugorju, Jugorje pri Metliki, Kamenica, Kapljišče, Klošter, Krasinec, Krašnji Vrh, Krivoglavice, Križevska vas, Krmačina, Mačkovec pri Suhorju, Malo Lešče, Metlika, Mlake, Okljuka, Okno, Otok, Podzemelj, Prilozje, Primostek, Radovica, Radoviči, Radoši, Rakovec, Ravnace, Rosalnice, Sela pri Jugorju, Slamna vas, Svržaki, Škemljevec, Škrilje, Trnovec, Vidošiči, Zemelj, Želebej, Železniki
Die Burg stammt in ihrem Kern aus dem Mittelalter, doch infolge von zwei Bränden im 18. Jahrhundert geht das Aussehen im Wesentlichen auf die Zeit danach zurück. Heute beherbergt die Burg das Regionalmuseum der Bela krajina mit einer archäologischen, kulturgeschichtlichen, ethnographischen und historischen Sammlung bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts sowie einer Galerie mit Werken von Künstlern aus der Gegend. Außerdem befindet sich im Schloss das Feuerwehrmuseum, welches daran erinnert, dass in Metlika 1869 vom damaligen Burgherren Josip Savinšek mit 27 Männern die erste Freiwillige Feuerwehr Sloweniens gegründet wurde. Eine Gedenkstätte vor dem Schloss erinnert daran. Zur Jahrhundertfeier dieses wichtigen Ereignisses im Jahre 1969 eröffnete man in dem Erdgeschoss des Schlosses Metlika das slowenische Feuerwehr-Museum, das 1993 sein eigenes Gebäude neben dem Schloss bekam.
Ebenso ist hier der namhafte Weinkeller zu besichtigen, in dem aus Beeren des Welschrieslings der erste in Slowenien abgefüllte Eiswein hergestellt wurde. Im Mai findet hier der Weinfrühling statt. In den Sommermonaten beleben Kulturveranstaltungen unter dem Motto Komm abends in die Burg den Burghof.
Die Pfarrkirche St. Nikolaus ist ein Barockbau von 1759 mit einer strengen Fassade und einem tonnengewölbten Schiff mit Kapellen. Ihre Ausstattung datiert aus dem 19. Jahrhundert, ist aber in barocker Tradition gehalten, wie der Hochaltar zeigt. Im Geburtshaus des Bildhauers Alojz Gangl (1859–1935) und des Schriftstellers und Dichters Engelbert Gangl (1873–1950) sind Dokumente über das Leben und Schaffen der Künstler zu besichtigen. Aufschlussreich ist auch die ehemalige Kommende des Deutschen Ritterordens. Nur ca. 2 km entfernt befinden sich weitere interessante Orte wie Rosalnice (Rosalnitz), wo drei Kirchen unmittelbar nebeneinander stehen, Božakovo (Sankt Magdalenen) mit einer im 14. Jahrhundert erwähnten Kirche, Gradac mit seinem berühmten Schloss und Park an der Flussschleife der Lahinja, sowie auf kroatischer Seite Bubnjarci (Sankt Kosma und Damian), Vivodina, Ribnik mit seiner Burg, Ozalj (Ossel) an der Kolpa mit seiner Burg und die Stadt Karlovac (Karlstadt).
Seit Oktober 2011 gibt es ein Jugendzentrum in MetlikaWebseite des Jugendcentrums Metlika, das im ersten Jahr seines Bestehens über 100 Veranstaltungen durchgeführt hat. In diesem Zentrum sind in den Jahren 2012 und 2013 zwei bis drei freiwillige Mitarbeiter aus Frankreich und Spanien beschäftigt.
Seit Oktober 2012 ist jeweils an den Samstagvormittagen ein Bauernmarkt beim Einkaufszentrum Gala geöffnet.
Der offensichtliche Verfall einiger Gebäude im Stadtzentrum (Haus des Behindertenvereines, das Konzumgebäude und das ehemalige Stehcafé) führt immer wieder zu Kritik an der Verwaltung, endlich etwas dagegen zu unternehmen. Unter anderem scheiterte die Finanzierung durch staatliche Fördermittel des Gebäudes „Konzum“ direkt am Hauptplatz in der Nähe des Burgtores. Die Gemeinde wollte darin die Stadtbibliothek unterbringen sowie der städtischen Blaskapelle. Die Anträge für Fördermittel wurden mehrmals abgelehnt. Der Bürgermeister verteidigt die Gemeindeverwaltung und sich indem er die Verantwortung für den Verfall auf die Besitzer schiebt und kündigt an, dass das Konzumgebäude nur schrittweise aus Gemeindemitteln saniert wird, da nicht ausreichend Mittel im Gemeindehaushalt vorhanden sind. Noch bis zum Sommer des Jahres 2014 soll das Dach erneuert werden. In den folgenden Jahren das restliche Gebäude saniert werden.
Laut Aussagen des Bürgermeisters wurden im Jahre 2013 5 Mio. Euro in Infrastrukturmaßnahmen investiert, wovon 37 % direkt aus Eigenmitteln (der Gemeinde) stammten.
Im Juli des Jahres 2012 wurden Umbaupläne für die drei Plätze: Stadtplatz, Platz der Partisanen und Freiheitsplatz präsentiert. Die Stadtplaner schlugen vor, den ruhenden Verkehr größtenteils zu entfernen. Der obere Teil des Freiheitsplatzes soll weiterhin als Park genutzt werden. Der unter Teil soll eine Grüninsel mit Informationsstand erhalten. Änderungen sollen vor allem auch den Platz der Partisanen betreffen, wo die Terrassen vergrößert bzw. umgestaltet werden sollen, um den Anrainern größere Vorplätze zu bieten. Es soll auch die Beleuchtung und die Begrünung (Bäume) geändert werden. Aufgrund der knappen Haushaltsmittel könnten diese Pläne aber nur mit Hilfen aus den europäischen Strukturfonds realisiert werden. Die dazu notwendigen Eigenmittel hat die Stadt nicht, obwohl die Pläne auf grundsätzliche Zustimmung der Stadträte gestoßen sind.
Črnomelj | Dolenjske Toplice | Kočevje | Kostel | Loški Potok | Metlika | Mirna |Mirna Peč | Mokronog-Trebelno | Novo mesto | Osilnica | Ribnica | Semič | Sodražica | Straža | Šentjernej | Šentrupert | Škocjan | Šmarješke Toplice | Trebnje | Žužemberk

Livia Cotta

Livia Cotta (* 1. November 1970 in Berlin) ist seit 2013 die Geschäftsführerin der parteinahen Heinrich-Böll-Stiftung e. V.
Cotta studierte von 1989 bis 1996 Humanmedizin an der Freien Universität Berlin, promovierte an der Humboldt-Universität zu Berlin und ist approbierte Ärztin. Berufsbegleitend erwarb sie 2008 den Master of Business Administration an der Technischen Universität München.
Bis zu ihrer Approbation 1998 arbeitete sie als Ärztin in der Medizinischen Klinik der Charité. Anschließend war Livia Cotta bis 2007 in der Redaktion und im Veranstaltungsmanagement beim Thieme Verlag tätig. In den darauffolgenden zwei Jahren arbeitete sie als Abteilungsleiterin Marketing und Kommunikation bei der Hocoma AG, einem Schweizer Medizintechnikunternehmen. Als Medizinische Direktorin bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei gGmbH konnte sie von 2009 bis 2013 Erfahrungen im Management einer international tätigen Non-Profit-Organisation aufbauen. Die parteilose Cotta löste am 1. April 2013 Birgit Laubach in deren Funktion als Geschäftsführerin der Heinrich-Böll-Stiftung e.V. ab.

Homosexualität in Montenegro

Homosexualität ist in Montenegro legal, wurde aber in der Vergangenheit kaum in der Öffentlichkeit thematisiert.

Homosexualität wurde in Montenegro im Rahmen der jugoslawischen Rechtsprechung 1977 legalisiert. Im Rahmen des Unabhängigkeitsreferendums von Montenegro im Jahre 2006 wurden die bestehenden Gesetze zu homosexuellen Handlungen beibehalten. 2010 hat das Parlament ein Antidiskriminierungsgesetz beschlossen, das auch die Ungleichbehandlung aufgrund der sexuellen Orientierung verbietet.
Gleichgeschlechtliche Paare werden weder im Rahmen einer Lebenspartnerschaft noch im Wege einer gleichgeschlechtlichen Ehe anerkannt.
Montenegro gehört mit rund 600.000 Einwohnern zu den kleinsten Ländern Europas. Daher ist eine homosexuelle Community dort im Vergleich zu anderen europäischen Staaten nur in geringem Maß vorhanden. Vorwiegend begrenzt sich die Aktivität von LGBT-Organisationen auf die Hauptstadt Podgorica. Eine im Jahre 2011 geplante Demonstration für die Rechte homosexueller Paare wurde abgesagt. 2013 fand die erste Demonstration für die Rechte homosexueller Menschen („Gay Pride“) im Land statt, an welcher bis zu 200 Menschen teilnahmen. Am Rande der Demonstration kam es zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und „nationalistischen“ Gegendemonstranten. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt, etwa 60 Personen wurden verhaftet.
Albanien | Andorra | Belgien | Bosnien und Herzegowina | Bulgarien | Dänemark – Färöer | Deutschland | Estland | Finnland | Frankreich | Griechenland | Irland | Island | Italien | Kosovo | Kroatien | Lettland | Liechtenstein | Litauen | Luxemburg | Malta | Mazedonien | Moldawien | Monaco | Montenegro | Niederlande | Norwegen | Österreich | Polen | Portugal | Rumänien | Russland | San Marino | Schweden | Schweiz | Serbien | Slowakei | Slowenien | Spanien | Tschechien | Türkei | Ukraine | Ungarn | Vatikanstadt | Vereinigtes Königreich | Weißrussland | Zypern
Afrika | Amerika | Asien | Ozeanien